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„Bevor wir in Hennigsdorf anfingen, habe ich mir das Krematorium in Diemelstadt angesehen. Dort habe ich zum ersten Mal Verstorbene gesehen. Und ich muss sagen, ich war überhaupt nicht abgeschreckt. Die Toten, die ich dort sah hatten einen friedlichen Gesichtsausdruck und alles lief so ab, wie man sich das bestenfalls vorstellt. Das hat mir Mut gemacht. Inzwischen ist die Resonanz aus der Bevölkerung riesengroß. Es gibt sogar Leute, die bestehen bei ihrem Bestatter darauf, dass bei uns eingeäschert wird. Hier herrscht eine freundliche und offene Atmosphäre und das finde ich wichtig wenn man solch eine Dienstleistung erbringt. |
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„Die Begegnungen hier sind immer wieder neu. Ich habe mich sehr schnell an diese Arbeit gewöhnt und kann mit der Tatsache, dass wir es mit Verstorbenen zu tun haben, gut umgehen. Natürlich greift mich manches Schicksal auch emotional an. Wir sind ja keine Roboter. |
Wir haben hier durch den Einzugsbereich Berlin sehr bunte Feiern. Ich erinnere mich an eine Bikerbestattung. Über 300 Biker in Lederkluft und langen Haaren geleiteten ihren verstorbenen Kumpel auf ihren schweren Maschinen. So etwas von freundlich, ordentlich und diszipliniert habe ich noch nicht erlebt. Da bekomme ich eine Gänsehaut. In anderen Kulturen wird eine Beisetzung richtig zelebriert. Bei uns muss alles immer schnell gehen. Wir geben Trauernden alle Zeit der Welt und wenn wir beispielsweise eine buddhistische Bestattung haben, nehmen wir keine weitere Bestattung für den Tag an. Die Feiern dauern Stunden und das ist in Ordnung.“
Heinz Schröder, Technik |
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Ich werde nie vergessen, als eine Mutter mit Zwillingen kam, einer lebte, der andere war gestorben. Das ist einfach traurig. Diese vielen Arten von Trauerfeiern finde ich sehr bereichernd. Neulich war hier eine Gruppe von etwa 100 Leuten, das waren Gospelsänger. Es war toll, die zu hören. Da war nicht nur Trauer drin sondern auch Lebensfreude. Abstumpfen wird man hier nie. Und ich finde, der Tod gehört zum Leben dazu.
Sven Reisewitz, Technik |